Japanischer Hunde-Übersetzer
Was sagt des Japaners bester Freund?
In Japan gibt es mehr Hunde als Kinder unter neun Jahren. Daher wird es höchste Zeit für die Spielzeughersteller, sich neue Zielgruppen zu erschließen. Ein Versuch ist der "Bowlingual Voice". Er soll das Miteinander von Hund und Herrchen erleichtern, indem er übersetzt, was Hund bellt.
Von Peter Kujath, ARD-Hörfunkstudio Tokio
Sie tragen Kleider, gehen ins Cafe und essen Kuchen oder entspannen in der Sauerstoffbar. Ein Teil der Hunde in Japan genießt ein durchaus menschlich-luxuriöses Leben. Jetzt soll der "Bowlingual Voice" auch die Kommunikation zwischen Mensch und Vierbeiner verbessern. "Bitte ruf meinen Namen" - so übersetzt ein in etwa babyfon-großes Gerät beispielsweise das Bellen von Hunden. Takara Tomy ist eigentlich ein japanischer Spielzeughersteller, aber angesichts sinkender Geburtenraten muss sich die Firma neue Zielgruppen erschließen.
Mehr Hunde als Kinder
So erklärt Takara Tomy-Mitarbeiter Hideoyuki Takahashi: "Man sagt, dass 20 Prozent der Japaner ein Haustier besitzen. Im Jahr 2000 hat ein regelrechter Boom eingesetzt." Die Zahl der Hunde betrage nun rund 13 Millionen. Demzufolge gebe es mehr Hunde als Kinder unter neun Jahren in Japan. Und dann kämen noch die ganzen Katzen hinzu. "Wir als Spielzeughersteller müssen uns auf die veränderte Situation einstellen und haben deshalb neben den Kindern auch am Klientel der Hunde- und Katzenbesitzer großes Interesse."
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